Zum Bau einer Freileitung im Maßstab 1:87 braucht man eigentlich nicht viel. Eine gute Trasse auf der Anlage, ein paar vernünftige Masten und eine Freileitung, die dem Original recht nahe kommt.

Eine Trasse auf einer Modellbahnanlage zu finden, dürfte nicht schwer sein. Es dürfen in diesem Bereich keine Gebäude stehen und der Bewuchs sollte relativ klein sein, d.h. keine Bäume.

Bei den Masten kann man auf die Produkte der Firma Auhagen zurückgreifen, oder man wagt den Selbstbau.

b_0_0_0_00_images_bilder_tipps_fl1.jpgUnter der Produktnummer 42630 von Auhagen bekommt man komplette Hochspannungsmasten, welche, wenn sie vernünftig zusammengebaut werden und farblich behandelt werden, relativ gut aussehen.


 
Um die Freileitungen an den Masten zu bekommen, benötigt man eine oder mehrere Packungen Nähnadeln, die im örtlichen Nähgeschäft erworben werden können. Hierbei ist das Loch in der Nadel relevant, aber dazu später. Nun gibt es bei Weinert Modellbau im H0 Programm verschiedene Isolatoren. Ich glaube, ich habe den Artikel 95510 genommen, mit 6 Isolatoren am Spritzling. Da Isolatoren nicht grün sind, sollte die Farbe auf braun geändert werden. Die Nähnadel durch den Isolator stecken und dann in den Mastausleger stecken. Vorher sollte der Durchmesser der Nadel gemessen werden, um dann im Mastausleger jeweils drei Löcher zu bohren, die im gleichen Abstand voneinander sind. 

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Ist das alles soweit vorbereitet, geht es nun zum wichtigen Teil, die Freileitung. Wir nehmen keinen Zwirn, und auch kein Kupferlackdraht, weil beide nicht vernünftig durchhängen. Wir nehmen ganz simpel Lötdraht!! Lötdraht gibt es in verschiedenen Durchmessern, von 0,2mm über 0,35mm bis … im Fachhandel, z.B. Reichelt (www.Reichelt.de).


Der Lötdraht ist zwar etwas teurer, aber die Optik macht´s. Je nach dem welcher Lötdraht ausgewählt wurde, muss auch das Öhr der eingesetzten Nähnadel eine passende Größe aufweisen. Also, erst den Draht haben, damit ins Nähgeschäft und probieren lassen. Die Damen schauen zwar etwas komisch, aber wenn ihnen erklärt wird, warum, wozu, usw., bekommen sie ein Grinsen um die Nase. Hat man die Nadelgröße, sollte man auch wissen, wie viel pro Mast gebraucht werden; mal Anzahl der Masten ergibt dies die benötigte Summe X.

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Dann Masten bauen, und aufstellen. Zuletzt Freileitung vorsichtig einfädeln. Am ersten Masten Drähte fixieren mit Sekundenkleber, dann den Durchhang gleichmäßig gestalten; nun erst am nächsten Masten fixieren. Also erst einziehen und dann rückwärts ausrichten und fixieren. Zu guter Letzt kann der Freileitung noch ein bisschen Farbe gut tun, wobei Lötzinn von je her korrodiert und somit nicht mehr glänzt und dunkler wird mit der Zeit.
 
Für die Detailgetreue noch einige grundsätzliche Informationen: Bei allen Stromversorgungsleitungen der Elektrischen Versorgungsunternehmen sind meistens drei Leitungen pro System am Mast, egal, ob 1KV oder 380KV Wechselspannung anstehen. Bei Gleichspannungsübertragung sieht das je nach Hersteller anders aus. Ein spezieller Fall ist wieder die Deutsche Bahn, die hat vier Leitungen pro System am Masten, 3 Phasen und den Rückleiter, weil es 16 2
/3 Hz sind.
 
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